
Alexandras Erfahrung
Alexandra besuchte das Kinderdorf im Juni 2026 mit ihrer Tochter. Dreimal war sie vor Ort und verbrachte Zeit mit den Kindern. Ihre Eindrücke hielt sie für uns fest.
Hallo Alexandra, stelle dich gerne kurz vor.
Ich bin Alexandra, Künstlerin, Kunstlehrerin, Mutter und Missionarin im Herzen.
Außerdem habe ich die Gebetsgruppe für das Kinderdorf und die Beteiligten ins Leben gerufen.

Wie hast du die Zeit in Puerto Iguazú erlebt?
Die zwei Wochen waren nicht nur eine Investition in Gottes Reich, sondern auch ein Geschenk. Es war sehr inspirierend, Gottes Schöpfung dort zu sehen: riesige Pflanzen, Kolibris, Schmetterlinge usw.
Aber was wir am meisten genossen haben, war die Gemeinschaft mit Cristian und seiner Familie, als auch mit Tabea und ihrer Familie. Anscheinend wollte Gott das so, dass wir dafür ans andere Ende der Welt reisen, um genau mit diesen Menschen Gemeinschaft zu haben.

Wie ist dein Eindruck vom Kinderdorf, den Helfern und den Lebensumständen?

Man sieht, dass es ein Projekt im Aufbau ist, wo viele engagierte Menschen involviert sind, die alle einen Wunsch im Herzen haben: Kindern zu helfen und Kinder zu schützen.

Diese Mission verbindet uns so stark, dass daraus wunderbare, tiefe Freundschaften entstanden sind.

Cristian selbst ist vor Ort mehr als beschäftigt. Er könnte gut Entlastung gebrauchen. Ich bewundere auch seine Frau, die so hinter ihm steht und das trotz aller Anfechtungen alles mitträgt. Und wie sie dort in aller Einfachheit leben.
Hattest du ein besonderes Erlebnis mit den Kindern im Kinderdorf oder auf deiner Reise?
Ich durfte an einem Tag einen Input geben, wo es um die Identität der Gotteskindschaft geht und wo ich den Kindern ein kleines Geschenk verteilt habe: ein Liebesbrief Gottes. Das war natürlich eine besondere Erfahrung.
Außerdem haben wir dort sehr intensiv geträumt und waren einfach nur von Gottes Schöpfung geflasht. Ja, diese gewaltigen Wassermassen in Iguazú waren einfach eindrucksvoll.
Ich habe den Eindruck, dass ich geistliche Geschenke mit dorthin gebracht habe, aber auch von dort aus wieder mitnehmen durfte und dazu gehört auch Autorität. Das war für mich ein sehr, sehr besonderes Erlebnis.


Hat dich etwas besonders berührt?
Mir ist aufgefallen, dass die Kinder trotz ihres schweren Schicksals sehr freundlich und respektvoll sind. Ich habe da auch schon andere Erfahrungen in anderen Ländern gemacht. Auf Anhieb wäre mir nicht aufgefallen, dass sie schwer traumatisiert sind, zumindest beim Großteil der Kinder nicht. Ein Mädchen im Alter von 5 oder 6 Jahren war sehr anhänglich und hat mich schon bei der zweiten Begegnung Mama genannt. Das fand ich sehr ernüchternd, weil es von ihrer Sehnsucht und ihrem Schrei nach Liebe gezeugt hat.
Was war dein persönliches Highlight?
Mein persönliches Highlight waren die Wasserfälle und eine Fahrt durch den Dschungel, aber auch die Gemeinschaft.


Was nimmst du aus der Zeit im Kinderdorf mit?
Wie einfach es sein kann, zufrieden zu sein. Dass wir dafür manchmal viel weniger brauchen, als wir denken – gerade im materiellen Sinn. Und noch eine Portion Autorität.
Was möchtest du unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Ich würde mich freuen, wenn die Leser sich dazu ermutigen lassen könnten, für das Projekt zu beten. Vielleicht legt Gott ihnen selbst etwas Spezielles aufs Herz, sei es ein Besuch oder was auch immer.

