
Carmens Erfahrung
Carmen besuchte Cristians Kinderdorf in Puerto Iguazú im März 2026. Drei Wochen war sie dort und verbrachte Zeit mit den Kindern. Ihre Eindrücke teilt sie hier mit uns.
Hallo Carmen, stelle dich gerne kurz vor.
Ich bin Carmen, 34 Jahre alt und arbeite als Gesundheits- und Krankenpflegerin.
Wie hast du die Zeit in Puerto Iguazú erlebt?
Die Zeit, die ich in Puerto Iguazú und im Kinderdorf verbracht habe, war gesegnet und herausfordernd.

Wie ist dein Eindruck vom Kinderdorf, von Cristian und seiner Familie?

Wenn man den Boden des Terrains betritt, spürt man Gottes Frieden und seine Gegenwart an diesem Ort. Trotz der schwierigen Umstände erlebt man Herzlichkeit, Ruhe und Gottes Segen.

Gleichzeitig kann man die schwierigen Umstände und die geistlichen Kämpfe wahrnehmen.

Ich bin dankbar, wie liebevoll ich in der Zeit aufgenommen und begleitet wurde von der ganzen Familie Milatich.
Hattest du ein eindrückliches Erlebnis im Kinderdorf?
Ich durfte nicht nur das Terrain kennenlernen, sondern auch sehen, wie die Kinder aktuell leben. Ich habe ganz großen Respekt vor den Betreuerinnen, die die Kinder alltäglich begleiten. Die Kinder sind zwar im geschützten Rahmen, aber haben natürlich weiterhin mit ihren seelischen Wunden zu kämpfen. Die Not und der Versorgungsbedarf bleiben groß.


Hat dich etwas glücklich oder traurig gemacht?
Traurig macht mich, wie wenig die Politik/Regierung gegen den Missbrauch und Gewalt an Kindern macht und wie sehr dieser Kampf durch die Korruption erschwert wird.
Glücklich oder tröstend macht mich die Gewissheit, dass Gott durch Cristian (und uns und jeden, der betet und hilft), Veränderung dort schafft und jedes Kind liebt. Letztlich wird sich jeder vor Gott verantworten müssen – auch die Täter. Bis dahin freue ich mich, dass wir kämpfen und dort versuchen, die Lebensqualität zu verbessern und durch/mit Jesus zu retten und dort ein (großes) Licht hinzubringen, wo so viele Menschen wegschauen.
Was nimmst du aus der Zeit im Kinderdorf mit?

Ich bin sehr dankbar, dass ich persönlich Anteil an dem Projekt nehmen durfte und bezeugen kann, wie sehr dort Schätze im Himmel gesammelt werden.

Ich möchte von Herzen weitergeben, wie ehrlich dieses Projekt ist und wie wertvoll! Es ist mir wirklich ein Herzensprojekt geworden.
Was möchtest du unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Es ist eine sehr herausfordernde Aufgabe dort, die Familie Milatich opfert sich sehr auf. Die Herausforderungen dort sind natürlich geistlicher Natur, aber auch menschlich und organisatorisch. Ich möchte jeden ermutigen, zu beten und mit Gott zu prüfen, wie man unterstützen kann. Ob vor Ort, im Gebet, finanziell oder durch Weitersagen... Ich denke, jede (kleinste) Hilfe von uns kann Gott gebrauchen und vervielfachen.

